{"id":4,"date":"2012-03-17T19:50:23","date_gmt":"2012-03-17T18:50:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.foltereinstieg.de\/?p=4"},"modified":"2012-03-19T02:14:29","modified_gmt":"2012-03-19T01:14:29","slug":"der-foltereinstieg-und-seine-folgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.foltereinstieg.de\/index.php\/der-foltereinstieg-und-seine-folgen\/","title":{"rendered":"Der Foltereinstieg und seine Folgen"},"content":{"rendered":"<p><strong>&#8222;Kontrollierter Vordereinstieg&#8220; &#8211; Warum eigentlich?<\/strong><\/p>\n<p>Seit dem 5. 3. 2012 gilt in den Bussen im Hamburger Verkehrsverbund, HVV, der sogenannte kontrollierte Vordereinstieg. Das heisst, dass jeder vorne einsteigen und seine Fahrkarte vorzeigen muss. Damit soll die Schwarzfahrerquote gesenkt werden, schlussendlich geht es also um h\u00f6here Einnahmen, ergo Geld.<\/p>\n<p><strong>Hausgemachte Schwarzfahrerproblematik<\/strong><\/p>\n<p>Die Schwarzfahrerquote liegt im HVV bei rund 5% &#8211; im gesamten HVV, also nicht nur im Bereich der Busse, sondern auch U-, S- und Regionalbahnen und die Hafenf\u00e4hren. Dem Vernehmen nach ist die Quote in den Bussen h\u00f6her als in den Bahnen.<\/p>\n<p>In den Bahnen hat man eine gar nicht mal so kleine Chance, mal kontrolliert zu werden. In den Bussen geht, bzw. ging bisher, die Chance gegen Null. Trotz fast t\u00e4glicher, meist mehrfacher, Busbenutzung bin ich in den letzten 5 Jahren nur ein einziges Mal im Bus kontrolliert worden, ironischerweise in einem Nachtbus, bei dem man auch bisher schon beim Einstieg die Karte (die ich nat\u00fcrlich habe) vorzeigen musste. Bei all den zahlreichen Menschen, mit denen ich \u00fcber das Thema gesprochen habe, sind die Erfahrungen \u00e4hnlich, viele haben trotz quasi-t\u00e4glicher Busbenutzung noch keine einzige Kontrolle im Bus erlebt.<\/p>\n<p>Dass f\u00fcr viele Menschen die Versuchung, schwarz zu fahren, hoch ist, wenn die Chance, erwischt zu werden, gegen Null geht, liegt auf der Hand. Diese Schwarzfahrer hat man sich \u00fcber Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, selbst gez\u00fcchtet.<\/p>\n<p><strong>Der Vordereinstieg l\u00f6st das Problem nicht n\u00e4herungsweise<\/strong><\/p>\n<p>Nun erscheint es doch legitim und opportun, die Busfahrer beim Einstieg die Fahrkarten kontrollieren zu lassen. Eine wirkliche Kontrolle findet aber gar nicht statt, lediglich eine sogenannte Sichtkontrolle. Das kann auch gar nicht anders sein, dem Fahrer fehlt f\u00fcr eine wirkliche Kontrolle schlicht die Zeit. Die Sichtkontrolle ist ineffektiv, die schiere Zahl unterschiedlicher Tickets macht diese unm\u00f6glich. Schon die von Unternehmen im HVV ausgegebenen Karten unterscheiden sich deutlich, die aus S-Bahn-Automaten sind deutlich anders als die aus U-Bahn-Automaten, es gibt unz\u00e4hlige Sonderformen z. B. f\u00fcr Sch\u00fcler, eine grosse Zahl verschiedener Zeitkarten, die &#8222;Proficards&#8220; f\u00fcr Mitarbeiter von Grossunternehmen und noch viele mehr, die sich alle deutlich unterscheiden. Dazu kommen Fernverkehrstickets, die, sofern der Erwerber eine Bahncard hat, auch im Nahverkehr gelten. Und in hom\u00f6opathischen Dosen elektronische Karten wie das Handyticket.<\/p>\n<p>Da der HVV nach wie vor auf ein anachronistisches Papierticket-System auch bei den Zeitkarten setzt, ist eine schnelle und effektive Kontrolle unm\u00f6glich und findet beim Vordereinstieg nicht statt. Nicht nur kommt man mit einem ewiglich abgelaufenen Einzelticket problemlos durch, man kann in der Tat ein beliebiges St\u00fcck farbiges Papier vorzeigen. Und genau das passiert, die Kids aus der letzten Reihe \u00fcberbieten sich gegenseitig mit Erz\u00e4hlungen, welches absurde St\u00fcck Altpapier sie vorgezeigt haben.<\/p>\n<p>Wer Schwarzfahren will, kann es also weiterhin problemlos tun, und das spricht sich verdammt schnell rum. Die einzigen, die man so erwischt, sind die unabsichtlichen Schwarzfahrer &#8211; typischerweise Inhaber von Zeitkarten, die diese vergessen haben.<\/p>\n<p>In anderen St\u00e4dten, die den kontrollierten Vordereinstieg eingef\u00fchrt haben, war die Schwarzfahrerquote nach 6 bis 12 Monaten auf dem gleichen Niveau wie vorher. Leider hatten nur wenige, wie Mainz und Aachen, die Gr\u00f6sse, diese Fehlentscheidung einzugestehen und zu korrigieren.<\/p>\n<p><strong>Zeitkarteninhaber, die diese vergessen haben, stehen nun schlechter da<\/strong><\/p>\n<p>Wer seine Zeitkarte nicht dabei hat und erwischt wird, zahlt gegen Vorlage eben dieser und des Kontrollzettels nur eine Bearbeitungsgeb\u00fchr von 2,50 EUR. Jetzt m\u00fcssen sie beim Busfahrer eine Fahrkarte erwerben &#8211; obwohl sie ja im Besitz einer g\u00fcltigen Fahrkarte sind.<\/p>\n<p><strong>Selbst die Sichtkontrolle findet effektiv nicht statt<\/strong><\/p>\n<p>In der zweiten Woche des Vordereinstiegs habe ich <em>nicht ein einziges Mal<\/em> meine Fahrkarte (und auch nichts anderes) vorgezeigt &#8211; folgenlos. Egal ob ich hinten einsteige, was ich wann immer m\u00f6glich, also fast immer, tue, oder vorne einfach am Fahrer &#8211; den ich dann fast immer mit einem <em>Moin!<\/em> begr\u00fcsse, er mich also nicht &#8222;\u00fcbersehen&#8220; kann &#8211; vorbeigehe. Und ich wohne mitten in der Stadt, die Fahrer sind immer andere, das ist also kein &#8222;er kennt mich&#8220;-Stammkundenbonus.<\/p>\n<p><strong>Die P\u00fcnktlichkeit ist dahin<\/strong><\/p>\n<p>Es gab auch bisher versp\u00e4tete Busse. Doch seitdem der kontrollierte Vordereinstieg praktiziert wird, war <em>jeder einzelne Bus<\/em>, den ich benutzt habe, deutlich versp\u00e4tet. Es passiert exakt das Erwartete, an der Vordert\u00fcr staut es sich und die Abfahrt verz\u00f6gert sich deutlich. An den meisten Haltestellen, wo der Bus bisher keine 30 Sekunden stand, steht er nun etwa 2 Minuten!<\/p>\n<p>Vom HVV wird postuliert, der &#8222;bessere Fahrgastfluss&#8220; w\u00fcrde an den meisten Haltestellen sogar Zeit sparen. Jeder, der gelegentlich selbst mal Bus f\u00e4hrt, kann diese dreiste L\u00fcge als solche entlarven. Die Statistik aus dem &#8222;Testgebiet&#8220; s\u00fcdlich der Elbe ist wertlos, dort wurden kurz vor Einf\u00fchrung des kontrollierten Vordereinstieges die planm\u00e4ssigen Fahrzeiten deutlich erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Der &#8222;bessere Fahrgastfluss&#8220; ist realit\u00e4tsverachtende Propaganda. Der vordere Teil des Busses, zwischen der ersten und zweiten T\u00fcr, ist nun meistens dr\u00fcckend voll, w\u00e4hrend weiter hinten oft sogar noch Sitzpl\u00e4tze frei sind.<\/p>\n<p><strong>Aggressive Grundstimmung<\/strong><\/p>\n<p><strong><\/strong>Doch nicht nur die P\u00fcnktlichkeit ist dahin. Was ich nicht f\u00fcr m\u00f6glich gehalten h\u00e4tte, ist Realit\u00e4t geworden &#8211; die Stimmung im Bus ist gekippt. W\u00e4hrend zumindest in den Bussen auf den von mir am meisten genutzten Linien &#8211; 3 und 15 &#8211; bisher eine recht lockere, freundliche Stimmung herrschte (das war zugegebenermassen auch bisher nicht in allen Stadtteilen der Fall), f\u00fchrt das permanente Gedr\u00e4ngel inklusive unvermeidlichen Remplern nun zu einer aggressiven Grundstimmung &#8211; und die permanenten Versp\u00e4tungen tragen das Ihre bei.<\/p>\n<p><strong>Ausbaden m\u00fcssen es die Fahrer<\/strong><\/p>\n<p>Die Aggression richtet sich nicht nur gegen andere Fahrg\u00e4ste, was f\u00fcr sich genommen schon schlimm genug w\u00e4re, sondern insbesondere gegen die Fahrer. Und die k\u00f6nnen nun wirklich nichts daf\u00fcr. Berichte von \u00dcbergriffen auf die Fahrer h\u00e4ufen sich, exemplarisch m\u00f6chte ich auf <a href=\"http:\/\/www.bahninfo-forum.de\/read.php?25,347139,363135#msg-363135\" target=\"_blank\">diesen<\/a> Bericht eines Busfahrers verweisen, der neben zahlreichen weiteren mit wenigen Sekunden googlen zu finden war.<\/p>\n<p><strong>Komfortable Busbenutzung war einmal<\/strong><\/p>\n<p>Beim Komfort gab es auch bisher schon deutlichen Verbesserungsbedarf, aber zumindest ausserhalb der Hauptverkehrszeiten und abseits der ber\u00fcchtigten Linien wie der 5, die drastisch das Versagen der Hamburger Verkehrspolitik (da geh\u00f6rt ein schienengebundenes Verkehrsmittel hin!) zeigen, war die Busbenutzung recht komfortabel. Ich konnte bisher mit meinem morgendlichen Galao (portugiesischer Milchkaffee) in der einen und Buch und\/oder Smartphone in der anderen Hand bequem zum Bus wackeln, einsteigen, mich hinsetzen und weiterlesen. W\u00fcrde ich den kontrollierter Vordereinstieg mitspielen, m\u00fcsste ich mein Portemonnaie aus der Hosentasche holen, die Fahrkarte rausfummeln, aufklappen, dem Fahrer pr\u00e4sentieren und dann das ganze Spielchen wieder r\u00fcckw\u00e4rts &#8211; wo stelle ich so lange meinen Kaffee ab? Danach muss ich mich durch die Menschenmasse nach hinten, wo meist reichlich Platz ist, dr\u00e4ngeln &#8211; wenn das \u00fcberhaupt geht.<\/p>\n<p>Das ist sicherlich kein unl\u00f6sbares Problem, aber ein sehr deutlicher Komfortverlust &#8211; der Fahrgast wird zum Bef\u00f6rderungsfall.<\/p>\n<p><strong>\u00d6PNV des Prekariats?<\/strong><\/p>\n<p>Es muss in unser aller Sinne sein, dass so viele Menschen wie m\u00f6glich auf ihr Auto verzichten oder es sogar ganz abschaffen. In den St\u00e4dten ist schlicht kein Platz f\u00fcr so viele Autos, von den Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesundheit mal ganz abgesehen. Dazu muss die Benutzung der alternativen Verkehrsmittel und damit insbesondere des \u00f6ffentlichen Personennahverkehrs (\u00d6PNV) aber attraktiv sein &#8211; Komfort und Geschwindigkeit sind wichtige Faktoren dabei, und beides wird durch den kontrollierten Vordereinstieg deutlich verschlechtert. Ansonsten w\u00e4hlt, wer Alternativen hat, eben diese, und die ist in vielen, wohl den meisten, F\u00e4llen das eigene Auto. Als Nutzer des \u00d6PNV bleiben dann nur die nicht wahlfreien \u00fcbrig, also all jene Menschen, die keine Alternative haben &#8211; neben Menschen, die aufgrund von niedrigem Alter oder k\u00f6rperlichen Einschr\u00e4nkungen kein Auto fahren k\u00f6nnen, vor allem jene, die sich schlicht kein Auto leisten k\u00f6nnen. Das kann nicht Ziel sein, der Verkehrsinfarkt ist dann unvermeidbar und offensichtlich.<\/p>\n<p><strong>Was machen eigentlich Rollstuhlfahrer und Fahrg\u00e4ste mit Kinderwagen?<\/strong><\/p>\n<p>Die Rampe f\u00fcr Rollstuhlfahrer ist nat\u00fcrlich an der zweiten T\u00fcr, und ebenso offensichtlich passen weder Kinderwagen noch Rollator durch den Gang. Diese Personengruppen m\u00fcssen also weiterhin hinten einsteigen. F\u00fcr die Kinderwagenschieber schl\u00e4gt der HVV vor, sie sollten an der Haltestelle ihre Fahrkarte hochhalten, der Fahrer w\u00fcrde dann hinten \u00f6ffnen. Dass so keine Kontrolle m\u00f6glich ist, ist offensichtlich. Aber nicht einmal das funktioniert, oft werden Kinderwagenschieber nach dem Einstieg nach vorne zitiert oder (h\u00e4ufiger) gehen von alleine nach vorne, um ihre Karte zu zeigen &#8211; wenn das ob des Gedr\u00e4nges im vorderen Bereich \u00fcberhaupt geht. Nun steht der Bus noch l\u00e4nger, denn bevor der Kinderwagen wieder fest in der Hand des\/der Begleitenden ist, kann und darf der Bus nicht losfahren, das w\u00e4re viel zu gef\u00e4hrlich &#8211; aber auch das ist schon passiert.<\/p>\n<p><strong>Gef\u00e4hrlich wird es f\u00fcr alle Fahrg\u00e4ste<\/strong><\/p>\n<p>Auch ohne Kinderwagen oder Rollstuhl wird es leider schnell gef\u00e4hrlich. Der HVV selbst schreibt vor, dass sich Fahrg\u00e4ste im Bus, so sie nicht sitzen, festzuhalten haben. Was mit stehenden, sich nicht festhaltenden Fahrg\u00e4sten passiert, wenn der Bus schnell bremsen muss, d\u00fcrfte klar sein. Da die beim Fahrer vorgezeigte Karte aber auch erstmal wieder verstaut sein will, bei den meisten Menschen nun mal im Portemonnaie, sind die H\u00e4nde aber erstmal nicht zum Festhalten frei. Eigentlich m\u00fcsste der Fahrer jetzt warten, bis alle Zugestiegenen ihre Karten verstaut haben und entweder sitzen oder sich festhalten. Das ist nat\u00fcrlich vollkommen illusorisch. Hier f\u00fchrt der kontrollierte Vordereinstieg sogar zu einer reellen Gef\u00e4hrdung der Fahrg\u00e4ste!<\/p>\n<p><strong>Wer steckt eigentlich hinter dem kontrollierten Vordereinstieg?<\/strong><\/p>\n<p>So ganz klar ist das nicht, man darf aber wohl davon ausgehen, dass nicht die Betreiber der Buslinien &#8211; neben einigen kleineren Firmen vor allem die Hamburger Hochbahn und die VHHPVG-Gruppe &#8211; selbst den Vordereinstieg forciert haben. Von der erhofften h\u00f6heren Einnahmen haben diese Firmen &#8211; beide sind, nebenbei bemerkt, im Besitz der Stadt Hamburg und im Falle der VHHPVG teilweise Schleswig-Holsteins &#8211; nichts. Die Fahrgeldeinnahmen sind nicht kostendeckend (und m\u00fcssen das auch nicht sein, d\u00fcrfen es eigentlich noch nichtmal, um einen bezahlbaren \u00d6PNV zu haben). Die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben wird aus Steuergeldern finanziert. Aus eben diesem Grund ist wohl auch der HVV selbst nicht die treibende Kraft, sondern die Politik.<\/p>\n<p><strong>Liebe Politik &#8211; zeigt Gr\u00f6sse und korrigiert eine Fehlentscheidung!<\/strong><\/p>\n<p>Wie oben dargelegt erreicht der kontrollierte Vordereinstieg das gew\u00fcnschte Ziel nicht, f\u00fchrt aber zu massiven Problemen. Es ist nie angenehm, eine Fehlentscheidung zuzugeben und zu korrigieren, aber genau das ist hier dringend n\u00f6tig.<\/p>\n<p><strong>Was kann ich als Fahrgast tun?<\/strong><\/p>\n<p>Den kontrollierten Vordereinstieg mit all seinen Nachteilen und Zumutungen einfach hinzunehmen, sich zu \u00e4rgern und vielleicht im privaten Kreis dar\u00fcber zu meckern, ist nat\u00fcrlich nicht zielf\u00fchrend. Ich sehe mehrere Wege, bei denen m\u00f6glichst viele Fahrg\u00e4ste mitmachen sollten.<\/p>\n<p><strong>Ziviler Ungehorsam<\/strong><\/p>\n<p>Ein schlichter Boykott des kontrollierten Vordereinstieges funktioniert recht gut. Hinten einsteigen, wann immer es geht, ansonsten ohne Vorzeigen der Karte vorne einsteigen. Fordert der Fahrer allerdings zum Vorzeigen der Karte auf, sollte dem Folge geleistet werden, am besten unter sachlichem verbalen Protest. Die Fahrer sind genauso Opfer dieser unsinnigen Regelung wie wir Fahrg\u00e4ste und <em>nicht<\/em> die Schuldigen, kommunizieren aber nat\u00fcrlich mit ihren Vorgesetzten.<\/p>\n<p>Je mehr Fahrg\u00e4ste den kontrollierten Vordereinstieg boykottieren, desto offensichtlicher wird dessen Unsinn, und das muss irgendwann auch bei den Verantwortlichen ankommen.<\/p>\n<p><strong>Beschweren!<\/strong><\/p>\n<p><strong><\/strong>Die Verantwortlichen d\u00fcrften die t\u00e4glichen Zumutungen und die daraus entstehenden Probleme gar nicht selbst mitkriegen. Eine eMail, ein Anruf oder ein Brief an die Busunternehmen und den HVV (info@hvv.de) kosten nicht viel Zeit.<\/p>\n<p>Da im Endeffekt die Politik das letzte Wort zum Thema hat, sind hier auch die passendsten Adressaten f\u00fcr Kritik zu finden &#8211; nat\u00fcrlich immer sachlich und nicht ausfallend. Die Verkehrspolitiker der Parteien sind gute Adressaten, in der Bezirken genauso wie in der B\u00fcrgerschaft. Vor allem die der regierenden SPD. <a href=\"http:\/\/www.spd-fraktion-hamburg.de\/wir-ueber-uns\/abgeordnete\/hamburg\/g\/108.html\">Ole Buschh\u00fcter<\/a> sitzt f\u00fcr die SPD in der B\u00fcrgerschaft, bezeichnet Verkehrspolitik als seinen Schwerpunkt und ist Vorsitzender des Verkehrsausschusses. Die Vertreter mit Schwerpunkt Verkehrspolitik in den Bezirken sind leicht \u00fcber die Webseiten der jeweiligen Fraktionen herauszubekommen. Auch der Vertreter im eigenen Wahlkreis ist ein guter Adressat. Doch nicht nur bei der regierenden SPD, auch bei den Oppositionsparteien ist Kritik angebracht.<\/p>\n<p><strong>\u00d6ffentlichkeit schaffen!<\/strong><\/p>\n<p>Ist die Kritik deutlich \u00f6ffentlich sichtbar, ist die Politik fr\u00fcher oder sp\u00e4ter zum Handeln gezwungen. Leserbriefe an Hamburger Zeitungen sollten da ihre Wirkung nicht verfehlen. Ebenso hilfreich ist die Kritik im Internet, in Blogs und sozialen Netzwerken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Kontrollierter Vordereinstieg&#8220; &#8211; Warum eigentlich? Seit dem 5. 3. 2012 gilt in den Bussen im Hamburger Verkehrsverbund, HVV, der sogenannte kontrollierte Vordereinstieg. Das heisst, dass jeder vorne einsteigen und seine Fahrkarte vorzeigen muss. 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